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Geiselhaft im TB-Hotel
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Geocaching - Am Rande
Geschrieben von: DasLangeSuchen   
Montag, den 27. Juni 2011 um 11:49 Uhr

nrw-hase_1Gerade erst habe ich lange Zeit an einem Platz verbracht. Doch schon nach kurzer Reise bin ich frisch ausgerüstet in einem verkehrsgünstig gelegenen TB-Hotel gestrandet. Wobei gestrandet ist vielleicht das falsche Wort. Ich habe ein Zimmer mit Aussicht bezogen und wartete auf eine günstige Gelegenheit zum weiterreisen. Hätte ich vorher gewusst, was mich dort erwartet, wäre ich sicherlich direkt weitergezogen.

Immer wieder ging die Hoteltüre auf und große Hände griffen nach dem Logbuch. Doch niemand wollte mich weiter mitnehmen. Dabei bin ich gut gepflegt, trocken und rieche nicht. Viel Platz benötige ich bei meiner Mitreise auch nicht und ich habe nur ein paar Gramm zuviel auf den schmalen Rippen.

Hausordnung

Viele günstige Gelegenheiten sind so in den letzten Tagen an mir vorübergezogen. Einige hätten mich gerne mitgenommen und hatten mich schon fast in die Tasche gesteckt, bis dass sie auf das Regelwerk in meinem derzeitigen Domizil aufmerksam geworden sind.

„Bitte immer mindestens einen TB im Hotel lassen." Stand dort zu lesen. Gegen meinen Willen zu reisen sollte ich also hier sitzen und abwarten, bis dass vielleicht einmal ein anderer Reisender meinen unglücklichen Platz als letzter Besucher des Hotels einnimmt.

Die Befreiung

Nach fast endloser Zeit des Wartens kam jemand vorbei, der dieselben Reisepläne hatte, wie ich selbst. Er war nicht der Erste. Wenig Hoffnung hatte ich, meinem Schicksal zu entkommen, hatte er doch keinen neuen Besucher für das Hotel dabei, um mich auszulösen. Er nahm mich in die Hand, wiegte mich leicht, beschnupperte mich und las meine Aufgabe. Er schaute sich um und kam sich beobachtet vor. Doch niemand war zu sehen. Mein Retter fühlte sich in einer moralischen Zwickmühle.

Zwei Owner, zwei Wünsche

In dieser Konstellation ergab sich ein klarer Zielkonflikt. Es gab zwei Owner mit unterschiedlichen Vorstellungen, wie es weitergehen sollte. Der eine, der Owner des TB-Hotels, würde gerne das Hotel weiter belebt sehen. Der andere, mein Owner, welcher mir meine Aufgabe aufgebürdet hat, würde gerne sehen, dass ich schnell weiterreise.

Was wiegt für euch mehr? Die Aufgaben eines TB’s oder der Wunsch des Cache-Owners?

Aufgaben des TB’s - 96.9%
Hausordnung des TB-Hotels - 3.1%

Total votes: 127
The voting for this poll has ended on: 27 Jul 2011 - 12:44

Kommentare (6)
  • Schrottie
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    Solche Forderungen immer mindestens einen TB im Hotel zu belassen gelten als ALR und sind somit verboten. Schon manch TB-Hotel wurde deswegen zwangsarchiviert...

  • Pegasus37
    avatar

    Reisende sollen reisen!
    Wenn der TB-Besitzer möchte, dass ein Reisender immer anwesend ist, dann soll er gefälligst seine eigenen TB dort einloggen, die können gerne dort versauern.
    Was mit fremden TB und Coin passiert, geht den Owner des Hotels einen feuchten ... an.

  • SkyTrain
    avatar

    Bei mir geht der Wunsch des Reisenden vor.

    Wie Schrottie schon sagte. Ich kenne auch einige Hotels die wegen Löschung von Logs (Grund: Hausordnung) dicht gemacht worden sind.

  • -jha-
    avatar

    Früher habe ich soetwas "TB-Knast" genannt.
    Aber "Geiselhaft" trift es besser:
    Wenn sich keine Austausch-Geisel findet, müssen die Reisenden hier schmoren bis der Geiselnehmer stirbt (und das schändliche "Hotel" dann wegen inaktivem Owner archiviert wird.)

  • Sushi_bb
    avatar

    Was jucken mich die Wünsche des Hotelbesitzers? Welcher Gast bleibt im Hotel auf Malle, bis ein neuer eingezogen ist? Auch Wünsche wie nur 1:1 tauschen und ähnliches sind vollkommener Mumpitz! Das wird sauber und ordentlich ignoriert. Und wenn der Owner (wie bereits passiert) in unterirdischem Tonfall per E-Mail auf meinen 'Egoismus' aufmerksam macht, dann bestätigt mich das nur noch mehr!

  • Neheimer
    avatar

    Im Umkreis von 50 kam gibt es hier mindestens 15 TB Hotekl. Wenn dort alle diese blöde Hausordnung hätten, würden 15 TB´s nicht weiter reisen können.
    Allein das ist schon blanker Unsinn.
    Wenn ich länger Strecken reise nehem ich unterwegs alles mit was in die Richtung passt. Das Reiseziel hat da imemr Vorrang.

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