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Unterschätzte Gefahren beim Geocachen: #1 Die Wathose
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Geocaching - Am Rande
Geschrieben von: DasLangeSuchen   
Dienstag, den 16. August 2011 um 14:12 Uhr

Sicherlich kennen die meisten von euch Situationen, über die man nachher denkt: „Oha, das hätte auch schief gehen können."

Etwas unerwartetes passiert, Bedingungen wurden unterschätzt, Faktoren nicht berücksichtigt und schon kann es gefährlich werden. Frei nach dem Motto „nur vor Gefahren, die man kennt, kann man sich schützen" möchte ich in einer losen Serie ein Auge auf diese unscheinbaren Dinge werfen.

Es geht hier nicht um hohe T-Wertungen, welche spezielle Ausrüstung und das damit verbundene Wissen erfordern und auch die nötige Umsicht voraussetzen. Vielmehr soll das Augenmerk auf Dinge gelenkt werden, welche sich für den unbedachten Cacher schnell zum Risiko entwickeln können.

Gerne könnt Ihr mir Vorschläge unterbreiten, welche Themen in dieser Serie aufgegriffen werden.

Heute: Die Wathose

Auf einer kleinen Insel im Teich, unter einer kleinen Brücke über einen Bach, um solche Caches schnell und komfortabel zu erreichen bieten sich Wathosen einfach an. Ja nach Ausführung sind sie schon für weit weniger als 20 € auch schon mal im Lebensmitteldiscounter als Anglerzubehör zu haben. Bis zum Hals vor dem nassen Element geschützt, trauen sich plötzlich viele an diese Herausforderungen heran. Schnell geht es auch über die mit Gummistiefeln erreichbaren Dosen hinaus.

Tückische Gefahren warten

Gerade in fließenden Gewässern überschätzen viele die Fähigkeiten der neuen Errungenschaft. Mit zunehmender Wattiefe steigt die Kraft, die das strömende Wasser auf die Wathose ausübt exponentiell an. Die weite Hose wirkt zudem noch wie ein Segel, so dass hohe Kräfte aufgebracht werden müssen, um der Strömung entgegen zu wirken. Recht schnell wird man erschöpft.

Die zweite Gefahr lauert bei einem Vollaufen der Hose. Ein übersehender Stacheldraht, ein Ast unter Wasser, überschreiten der Wattiefe, ein Sturz auf rutschigem Gewässergrund, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, ungewollt schnell große Mengen an Wasser in die Wathose zu bekommen. Füllt sie sich einmal, werden jegliche Bewegungen erheblich erschwert, wenn nicht gar unmöglich. Oft entstehen dabei größere Luftblasen in den Beinen, welche für Auftrieb sorgen - tragischerweise am falschen Körperende. Abhilfe kann in einer solch misslichen Lage nur noch eine Rettungsweste schaffen, auf die viel zu oft verzichtet wird.

Sorgt man bei dem Einsatz einer Wathose in einem strömenden Gewässer mit einer Sicherungsleine für ein trügerisch gutes gesichertes Gefühl, kann sich der Wathosenträger bei einem Sturz unvermittelt in einen Treibanker verwandeln. Dieser folgt der Strömung und zieht meist Unglücksraben unter Wasser, der kaum eine Chance hat rechtzeitig seitlich aus der Strömung herauszuschwimmen.

Vor einiger Zeit konnte ich mir selbst von den wirkenden Kräften in einem kleinen Gartenteich machen. Ein unbedachter Griff Richtung Teichpumpe, ein leichtes Vorbeugen reichten, um die Hose teilweise zu fluten. In diesem Moment war ich froh um die (helfende) rettende Hand am Ufer.

Nicht umsonst warnt der DLRG vor dem unbedachten Einsatz von Wathosen und verschiedene Rettungs-/Katastrophenschutzdienste empfehlen einen Einsatz von Wathosen bis max. 40/50 cm Wassertiefe bei strömenden Gewässern.

Kommentare (7)
  • JeeperMTJ
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    Zwei einfache Regeln: Bei fliessendem Gewässer maximal bis knapp über das Knie ins Wasser. Außerdem einen Gurt um den Rumpf spannen, der verhindert, dass Wasser eintritt wenn man sich flachlegt.

  • Anonym
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    Deshalb wird im KatS in der Regel komplett auf Wathosen verzichtet und eher sowas benutzt:
    http://www.pfitzner.de/shop/product_info.php/info/p104_HELLY-HANSEN-br -Wasser--und-Kaelteschutzanzug.html/XTCsid/334f9e781354bad9f9913907f0d 0122d

    Gerade bei Hochwasser sind Wathosen lebensgefährlich; schon unter flachem Wasser kann man einen fehlenden Gullideckel nicht sehen. Tritt man in einen solchen Gulli ist die Hose schnell vollgelaufen und man hat kaum noch eine Chance...

  • Dr. Venkman
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    Wieder was dazugelernt. Bin gespannt auf die Fortsetzung.

    Roger Willoughby (Rock Hudson) demonstriert uns nun mal das Neugelernte. http://is.gd/LLWfca :lol:

  • Fockel
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    Die vollgelaufene Watthose ist das kleinere Übel, die kann "geopfert" werden. Wesentlich gefährlicher ist es wenn die leere Watthose (die Luft darin) die Beine nach oben und den Kopf nach unten befördert. Aus dieser Situation rauszukommen ist echt gefährlich.
    Rettungsweste schön und gut,aber bei einer Watthose ist unter einer 275N Weste nicht viel Nutzen erkennbar (und die wenigsten haben eine 275N Automatikweste dabei).
    Einzige wirklich funktionierende Methode: PSA-Gurt und ein Leinenführer der weis was er zu machen hat.
    Die vollgelaufene Watthose (restlos) ist im Wasser neutral, nur das an Land kommen ist damit ungleich schwerer - daher zur not opfern und im Wasser aus der vollen Hose aussteigen.

  • Anonym
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    Wie wär's mit der Fortsetzung: Nochmal gut gegangen - die dümmsten Fehler beim Handling des Klettergurts - Ideen:
    - vor dem Sprung von der Klippe vergessen, festzuziehen
    - das Seil aus dem heißen Achter nehmen ohne den Achter festzuhalten
    - Plastikhandschuhe am Seil verwenden und anschmoren...
    mehr dazu in der geocaching conmmunity auf facebook...

  • panisa  - neulich beim Angeln
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    Also ich kenne einen Angler, der ist am Ufer entlang gelaufen. Da es am Ufer einen kleinen brüchigen Absatz gab, ist er abgerutscht und samt Watthose ins Wasser gefallen :lol: . Die Hose lief schnell voll. Seine Angelpumpels konnten Ihn jedoch schnell an den Armen wieder aus dem Wasser ziehen.

    Eine ausgekugelte Schulter war dann das Ergebnis :oops: .

    Grüßle Sascha aka PANISA

  • Jo
    avatar

    Also ich würde immer empfehlen im Zweifel ein bisschen mehr Geld für eine Wathose auszugeben. Natürlich nicht übermäßig viel, aber wenn es Risiken gibt, sollte man bei den "Hilfsmaterialien" immer auf Qualität setzen - für seine eigene Gesundheit und Sicherheit! Gerade Wathosen kann man ja auch immer wieder gebrauchen! Bevor man dann 3 mal welche für wenig Geld kauft, kann man sich auch gleich ein vernünftiges Exemplar leisten.

    In dem Sinne - weiterhin viel Glück und Erfolg!
    Gruß,
    Jo

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