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Wenn Muggel überfordert sind
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Geocaching - Am Rande
Geschrieben von: DasLangeSuchen   
Dienstag, den 06. September 2011 um 10:30 Uhr

Samstag Nachmittag, laut Wetterfröschen einer der letzten schönen, sommerlichen Tage für dieses Jahr. In der Mittagshitze zwischen den Wohnsilos flimmert die Luft. Alles ist träge, nur die Kinder quengeln. Nach dem späten Mittagessen lechzt alles nach einer kleinen frischen Briese. Die letzten heißen Nächte waren eine Qual. Vielleicht ab ins nächste Naherholungsgebiet. Irgendwo in der Ferne klingelt ein Eiswagen.

Schnell sind die wenigen Sachen gepackt, die Kinder ermuntert, wollen aber nicht wirklich aus ihren stickigen Zimmern weichen. Harte Wortfetzen hallen durch die Stille. Raus! Luft! Erholung! Ruhe!

Endlich. Die Kinder spielen vor traumhafter Kulisse zu den Füßen der Eltern. Eine einzige freie Bank lässt die schlaffen Körper ruhen. Einige wenige Sportler stählen unbarmherzig ihre athletischen Körper und drehen Ihre Runden. Einige Meter abseits grillen ein paar Familien, weiter entfernt feiern ein paar Jugendliche.

Unbemerkt sondieren Einzelne die Lage. Eine Familie kommt vorbei, hält an. Die Kinder fangen an mit einem Ball zu spielen. Warum hier? Rundherum ist mehr als genug Platz. Der Ball rollt eine Böschung hinunter. Die Kinder laufen hinterher. Endlich wieder Ruhe. Seltsam.

Kurze Zeit später. Es kommen immer wieder unauffällig wirkende Gestallten vorbei. In direkter Nähe verweilen sie kurz und ziehen dann aber doch weiter. Kopfschütteln. Was ist das? Unheimlich.

Die Abstände werden kürzer. Auch die Familien mit Kindern von vorhin schauen immer wieder her. In kleinen Gruppen bleiben sie zusammen stehen. Tuscheln. Was passiert? Angst?

Langsam breitet sich ein Unwohlsein aus. Einer löst sich aus einer Gruppe und kommt näher. Ein Blick in die Runde. Der Rest steht unbewegt rundherum.

„Kennen Sie Geocachen? Die Schatzsuche mit Hilfe von GPS-Geräten?" Kurzes Stutzen. „Sie sitzen Mitten auf einem Schatz!" Ungläubiges Staunen. „Wir haben uns hier in der Nähe auf einem Event getroffen, da werden noch mehr kommen!" Nur noch sprachlos.

(Nach einer wahren Begebenheit am 03.09.2011)

Kommentare (4)
  • nicht_du  - Nur noch sprachlos
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    Eine Geschichte über eine große Gruppe von Menschen, die nicht in der Lage ist, eine Parkbankdose liegen zu lassen? Klasse! Und den "Schatz" gleich an Muggles verraten. Wozu versteckt man die Dosen eigentlich, wenn sie dann öffentlich gemacht werden? Ich hoffe "Nur noch sprachlos" bezieht sich auf das Verhalten der Cacher...

  • -jha-
    avatar

    Jeder Punkt ist wertvoll!
    Stundenlang um einen 1/1er zu kreisen, dann sogar noch mit großem Aufgebot. Das zeigt wahre Hingabe zum Hobby. Daran erkennt man den Genusscacher.
    (Und wenn eine Dose dann wegen des Ausplapperns wegkommt, dann hat's der Owner doch nicht besser verdient, hätte ja die Dose nicht an so einer vermuggelten Stelle legen müssen. Wer liest schon Attribute wie "stealth required", Geocaching muss sich doch schließlich um Öffentlichkeit bemühen, denn nur wenn die wissen was gespielt wird, wird es langfristig erfolgreich sein...)

  • radioscout
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    Genau richtig. Nur so lernen Owner, welche Orte für Caches geeignet sind und welche nicht.
    Und zu letzten gehören Bänke, die sind nämlich zum drauf sitzen da und nicht als Dosenversteck.

  • Marschkompasszahl  - Wenn CACHER überfordert sind...
    avatar

    ...die Klappe zu halten, sich den 1/1er zu verkneifen...

    Ich habe ja schon einiges gehört und gelesen (z.B. vor dem entlaufenen Löwen zu warnen), um Muggel zu vertreieben. Aber ganz einfach hinzugehen und die Muggel zum Aufstehen zu motivieren - das ist schon dreist und gegen jede Anstandsregel (von GC-Regeln ganz zu schweigen)!

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