Deaddrops – Aufforderung zur Urheberrechtsverletzung?

Wie bereits an verschiedenen Stellen geschrieben, sind Deaddrops öffentlich zugängliche USB-Sticks, welche zwischen Mauerspalten eingemauert werden. Dort können mit Notebooks oder andere USB-fähigen Geräten Daten ausgetauscht werden. Die Koordinaten können mit Bildern und kurzer Beschreibung auf http://deaddrops.com veröffentlicht werden.

Das ganze Projekt wurde im Oktober 2010 von dem Künstler Aram Bartholl initiiert, inzwischen sind in der Datenbank weltweit 272 Deaddrops mit einer Gesamtspeicherkapazität von ca. 777 GB gelistet.


Was hat das ganze mit Geocaching zu tun?

Immer wieder wird mal über Deaddrops in Verbindung mit Geocaching geschrieben. Doch bis auf die Tatsache, dass an bestimmten öffentlich zugänglichen Koordinaten etwas versteckt ist – sei es eine Dose oder ein USB-Stick – haben diese beiden Dinge nicht viel gemeinsam. Vielleicht ist noch der Punkt, dass beides im Verborgenen stattfinden sollte eine weitere Gemeinsamkeit.

Einige findige Cacher haben schnell angefangen zu überlegen, ob und wie man diese digitale Art der „Toten Briefkästen“ in das Geocachen mit einbauen könnte. Auf Opencaching.us gibt es bereits seit November 2010 den Cachetypen „Dead Drop Caches„.

Auf anderen Plattformen und in anderen Ländern greift man dieses Thema auf.

Bedenken

Auch wenn ich Neuem prinzipiell erst einmal offen gegenüberstehe, habe ich Bedenken, Deaddrops mit dem Geocachen in Verbindung zu bringen. Von den möglichen Gefahren mit Hinblick auf Viren und andere digitalen Gefahren, welche sich in diesen Biotopen ansammeln werden, einmal angesehen, missfällt mir, dass man sich – vielleicht unbeabsichtigt – eine weitere Möglichkeit eröffnet Geocaching mal wieder schlecht zu reden.

Opencaching.de Listing Dead DropGerade, wenn Listing Aufforderungen wie „interessant wäre, wenn jeder 10 seiner Lieblingslieder auf dem Stick speichert“ (Quelle: OCB6D2) enthält. Der Uploader dürfte in diesem Fall wohl kaum die notwendigen Rechte zu einer derartigen Veröffentlichung halten.

Selbst in einschlägigen Foren hat man Bedenken in Bezug auf die Dead Drops, welche noch weit darüber hinaus gehen. Was ist, wenn über den Dead Drop eines Cache Owners eindeutig strafbare Inhalte verfügbar gemacht werden?

Oder ist dies nur wieder ein weiterer Fall von kann man machen, muss man aber nicht?

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