Garmin Dakota 20 – Neuerwerb

Bisher ging ich mit dem JENTRO BT-GPS-8 in Kombination mit Live Geocaching auf meinem Nokia E63i auf die Suche. Dabei haben sich einige Kritikpunkte angesammelt, die mich über eine Neuanschaffung eines GPS haben nachdenken lassen.
Das Cachen mit dem Handy hat sich als voll tauglich herausgestellt, aber da das Telefon weder (Spritz-)Wasserabweisen, noch vor Staub geschützt ist und zudem sehr empfindlich gegenüber Kratzern ist, wollte ich auf ein reines GPS Gerät umsteigen.
Da ich inzwischen mehr oder weniger regelmäßig auf die Dosensuche gehe, sollten einige Anforderungen grundsätzlich erfüllt sein:

  • Kompaktes und robustes Gerät
  • Paperless Geocaching
  • Einfache Dateneingabe
  • Kartenanzeige
  • Speicherkarten-Slot für weitere Karten (Topografische Karte)
  • Spritzwassergeschützt
  • Standartakkus/Batterien

Ich schwankte zwischen zwei Modellen aus dem Hause Garmin, dem Oregon und dem Dakota.


Letztendlich ist es ein Dakota 20 geworden, finalen Ausschlag hat hier einfach das kompaktere Gerät gegeben. Zusätzlich zum eigendlichen Gerät habe ich noch die Schutztasche aus Silikon für dieses Gerät mit erworben. 

Das Kartenmaterial

Das Gerät wird mit einer weltweiten Basiskarte ausgeliefert, deren Detailgenauigkeit nicht zum Cachen ausreicht. Zwar könnte man zu den Zielen navigieren, jedoch fehlt die Geländeübersicht.
Für das notwendige topografische Kartenmaterial gibt es verschieden Möglichkeiten:

Die Karte Topo Deutschland 2010 – Gesamt aus dem Hause Garmin bietet bei einer UVP von 199,00 € genaues Kartenmaterial für Deutschland.

Das Projekt Open Streetmap (OSM) bietet weltweites Kartenmaterial kostenfrei an. Dieses unterscheidet sich in Verfügbarkeit und Detailgenauigkeit regional teilweise sehr stark, wird jedoch von einer großen Gemeinschaft kontinuierlich aktualisiert. I.d.R. ist es vor allem in Ballungsräumen sehr gut und maches mal propritären Karten überlegen.

Für meine Homezone ist das OSM Material mehr als ausreichend, darüber hinaus bietet sich dort auch der kostenfreie Download von Karten für z.B. Urlaubsziele an, daher habe ich mich für diese Alternative entschieden.

Praxistest

Auf den ersten Touren hat sich das Dakota 20 inzwischen sehr bewährt. Oft gehörte Kritikpunkte, wie z.B. schlechte Ablesbarkeit bei Sonnenschein oder das zu kleine Display, kann ich bisher nicht bestätigen. Vermutlich handelt es sich hierbei oft auch um subjektive Eindrücke.
Ein großer Vorteil, den ich sehr schnell zu schätzen wusste, ist der 3-Wege-Kommpass, mit dem sich die Ausrichtung des Gerätes in Bezug auf das gewählte Ziel auch im Stand bestimmen lässt. Dies hat mir sicherlich schon einige zusätzliche Meter erspart.

Subjektiv scheint das Dakota eine bessere Empfangsqualität zu haben als, die bisher von mir verwendete Kombination. Die angezeigte mögliche Abweichung der Position lag bei einigen Standortbestimmungen meist niedriger als die der Bluetooth-GPS/Telefon-Kombination.

Das Geocaching Profil

Das Dakota 20 verfügt über die Möglichkeit die Aufbereitung der Informationen über verschiedene Profile anzupassen, so dass wichtige Funktionen und Informationen schnell und übersichtlich dargestellt werden, unwichtiges wird ausgeblendet und lenkt nicht ab.

Die Listings der Geocaches können auf verschiedenen Wegen auf das Gerät geladen werden:

  • Speichern der gpx-Files mit dem Datei-Explorer auf dem internen Speicher des Gerätes im Ordner GarminGPX
  • Wenn das Garmin Communicator Plugin ist, kann das gpx-File auch direkt von Geocaching.com auf das Dakota 20 übertragen werden
  • Als Premium Member können auf Geocahcing.com Pocket Querries generiert werden, deren gpx-File neben bis zu 1000 Caches auch zusätzliche Wegpunkte wie Parkplätze etc. enthalten können.
  • Über Software-Schnittstellen verschiedener Drittanbieter, wie z.B.GSAK

Nun können die Caches auf dem Gerät ausgewählt und gesucht werden. Seit dem letzten Softwareupdate ist auch das Filtern der Caches auf dem Garmin Dakota 20 nach Typ, Größe, Schwierigkeit, Untergrund und Status möglich.

In der Cachebeschreibung, die trotz des vergleichsweise kleinen Displays übersichtlich und lesbar dargestellt werden, fehlen leider die Cache-Attribute, wie z.B. Recommended at night etc.
Die kleinen Hinweise („Hints“) können bei Bedarf mit aufgerufen werden. Bilder aus Cachebeschreibungen und Spoiler werden nicht mit auf das Gerät übertragen.

Ein kleiner Nachteil bei Multicaches ist, das der Hint nur für das aktuell ausgewählte Ziel zur Verfügung stehen, die eingegebenen Wegpunkte aber nicht mit dem Cache in Verbindung gebracht werden können. Dies war aber auch in der Software auf meinem Mobiltelefon identisch gelöst.

Die Caches können auf dem Dakota 20 als Gefunden, Nicht gefunden, Reparatur erforderlich und unversucht gekennzeichnet werden. Zsätzlich kann man noch kleine Kommentare zum Geocache eingeben. Diese Informationen werden in der Datei geocache_visits.txt auf dem Gerät gespeichert. Diese kann als Fieldnotes datei mit dem PC auf Geocaching.com hochgeladen werden und steht dann im Benutzerprofil zur Verfügung, wobei ich hier wieder auf einen Worklflow mit GSAK setze.

Fazit:

Der einzige – bisher aufgefallene – Nachteil des Garmin Dakota 20 gegenüber dem Cachen mit dem Mobiltelefon ist, dass das Gerät trotz seiner kompakten Abmessungen etwas auffälliger ist. So erfordert die „Tarnung“ gerade im urbanen Bereich etwas mehr Kreativität. Dieser Nachteil wird aber bei weitem durch den Nutzen des Gerätes aufgehoben.

Das Geocachen mit diesem Gerät macht richtig Spass, da die Unterstützung des Gerätes gut auf diese Nutzung ausgerichtet ist. Koordinaten können schnell und gut eingegeben bzw. ausgewählt werden.

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