Symposium „Geocaching und Natur“ – Brücke zum Dialog?

Am 16.07.2011 hat in Dortmund das Symposium „Geocaching und Natur“ des Landesjagdverbandes NRW stattgefunden. Bereits im Vorfeld wurde in der grünen Hölle recht kontrovers diskutiert, ob Geocacher teilnehmen sollten, oder besser von der Veranstaltung abstand halten sollten, um nicht als Prügelknabe vorgeführt zu werden. Das sich zwischen Geocacher, Jäger, Waldbesitzer, Naturschützer auf Grund Ihrer unterschiedlichen Interessen ein erhebliches Konfliktpotential bietet ist unbestritten, daher wurde diese Diskussion von allen Seiten gespannt erwartet.

Leider konnte ich nicht persönlich teilnehmen, doch der Tenor der Anwesenden war eindeutig.


Sowohl auf Seiten der Geocacher als auch auf Seiten des Jagtverbandes hat man diese Veranstaltung positiv wahrgenommen.

Als Fachreferenten vertraten

  • Arno Kaminski (geocachender Mitglied des Eifelvereins und Hauptjugendwart der Deutschen Wanderjugend).
  • Dietrich Graf von Nesselrode (Waldbesitzer und ehemaliger Vorsitzender des Waldbauernverbandes)
  • Heiner Langhoff (Naturschutzkoordinator im Vorstandsbereich 5 des Kreises Wesel und als Geschäftsführer der NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH)
  • Friedrich von Massow (Justiziar des Deutschen Jagdschutzverbandes)

die einzelnen Intresssengruppen.

Grundsätzlich wurde zwar das Störpotential des Geocachens thematisiert, aber immer neutral und Dialogbereitschaft signalisierend.

Kleine Wünsche

Oft fehlen Jägern und Grundeigentümern Ansprechpartner um potentielle Probleme im Kleinen zu lösen. Im Gegensatz zu Ihnen sind wir Geocacher nicht in Vereinen oder Verbänden organisiert sondern nur lose in eine Online-Community eingebunden.

Keiner der Interessenverbände möchte mit verschärften Gesetzen oder Verordnungen gegen das Geocachen vorgehen, aber gleichwohl appelliert man an die Geocacher, sich rücksichtsvoll in der Natur zu verhalten und den Dialog mit Grundeigentümern zu suchen.

Bereitschaft zum Dialog

Der Landesjagtverband NRW hat eine Brücke geschlagen, ist auf uns zugekommen und hat uns zum Dialog eingeladen. Vor einer Vielzahl an Jägern wurde uns die Plattform geboten, unser Hobby vor Kritikern darzustellen und mit Vorurteilen aufzuräumen. Nun ist es an uns allen, dieses weiter auszubauen, auch wenn es manches Mal unbequem werden kann.

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