Wenn ein Lost Place für Geocacher erschlossen wird

Im beschaulichen Windek im Elisenthal gibt es seit 2008 einen Geocache an den Ruinen einer alten Pulvermühle (lost place: Pulvermühle Elisental) . Einst war sie eine der größten Pulvermühlen, heute zeugen nur noch stumme steinerne Relikte von der einstigen riskanten Arbeit.

Diese längst vergessenen Ruinen üben eine magische Anziehungskraft aus und locken nicht nur Geocacher an. Doch alleine auf Geocaching.com wurde dieser Cache in den letzten 2 ¾ Jahren über 500 Mal gefunden und sicherlich hat sich die eine oder andere Cacherautobahn ausgebildet.

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Facebook Geocaching Spiel von Microsoft

Nachdem schon Bücher an Koordinatenversteckt worden sind, ist jetzt auch Microsoft auf diesen Zug aufgesprungen.

Seit dem 16.10.2010 werden eine Woche lang deutschlandweit Überraschungen an jeweils Koordinaten für 3 Städte auf Facebookbekannt gegeben, um damit das Spiel Fable 3 zu promoten. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Action-Rollenspiel für die Xbox, welches am 29.10. auf dem europäischen Markt erscheint.

(via: iamgamer.de)

Ich hatte ja bereits vor Kurzem schon einmal über die Wege der Kommerzialisierung beim Geocachen geschrieben, und dies hier zeigt nur eine weitere Möglichkeit, wie man Geocachen für Monetäre zwecke einspannen kann.

In diesem Fall funktioniert dies über Facebook, wo man die Suchkoordinaten über die Seite der Xbox erhält.

Da ich keinen Facebookaccout habe, bleibe ich hier bei der Suche leider außen vor, da ich aber sowieso nicht zur Zielgruppe gehören würde, kann ich in diesem Fall auch darauf verzichten.

Interressant ist jedoch, dass man als Unternehmen schnell eine gut definierte Zielgruppe erreicht, die sich günstig lange Zeit mit dem Produkt beschäftigen – zumindest wenn die Verstecke entsprechend gut gewählt sind.

Geocaching auf dem Weg in die Kommerzialisierung

Das Gefühl, dass sich das Geocachen in den letzten Jahren vom Hobby für „Freaks“ zum Massensport entwickelt hat, ist ja hinlänglich durch die Zuwachszahlen der großen Plattformen belegt. Einher geht damit bedauerlicher Weise eine gewisse Kommerzialisierung mit positiven wie negativen Auswirkungen.

Die großen GPS-Hersteller haben es vor einiger Zeit erkannt und bringen seit einiger Zeit Geräte auf den Markt, die speziell auf die spezifischen Anforderungen der Geocacher abgestimmt sind. Touristikverbände, Gemeinden und Kommunen springen auf den Zug mit auf, Eventagenturen, Jugendgruppen, Volkshochschulen und Sportvereine erweitern ihre Programme.

Dies tut kaum jemand, weil er sich um das Wohl der lieben Cacher sorgt, fast immer steht hinter solchen Projekten ein hart kalkuliertes Konzept, da sich inzwischen mit der Masse an (Neu-)Cachern Geld verdienen lässt.

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