Verflixte Abstandsregel

thumb_IMG_4801Groudspeak hat einige Vorraussetzungen definiert, welche erfüllt sein müssen, wenn Geocache auf der Weltweit größten Geocaching Plattform Geocaching.com gelisted werden soll.

Diese Regel ist wie einige andere Grundsätze auf Geocaching.com nicht ganz unumstritten, bewegt sie doch einige Owner dazu zu tricksen, damit Sie Ihren Cache bzw. Ihre Station an einem bestimmten Ort legen können, auch wenn die Abstandsregel verletzt wird.

Schauen wir uns nachfolgen die Regel doch einmal an.


Cache Saturation
Cache containers and physical stages should generally be separated by a minimum of 0.1 miles (528 feet or 161 m). A physical stage is defined as any stage that contains a physical element placed by the geocache owner, such as a tag with the next set of coordinates or a container. Non-physical caches or stages including reference points, trailhead/parking coordinates and question to answer waypoints are exempt from this guideline.

Quelle: Geocaching.com

Cache-Sättigung
Cachebehälter und materielle Stationen sollten normalerweise mindestens 161m (0,1 Meilen oder 528 Fuß) voneinander entfernt sein. Als materielle Station zählt jede Station an der vom Cachebesitzer etwas materielles versteckt wurde, also z.B. ein Aufkleber mit den nächsten Koordinaten oder ein Behälter. Nicht-materielle Caches und Stationen sowie Referenzpunkte, Trailhead/Parkkoordinaten und Ablesestationen („Question to Answer“) sind von dieser Richtlinie nicht betroffen.

Also muss der Owner, wenn er etwas physikalisch versteckt, hinterlegt, aufklebt oder in irgendeiner Form verändert, in jedem Fall den Mindestabstand von 161m zu ebensolchen Stationen anderer Geocaches einhalten – gleiches gilt für die Finals.

Vorteile der Abstandsregel

Dass die Cachesättigung innerhalb eines Gebietes begrenzt ist, bietet einige Vorteile.

Schonung der Location

So wird die Location nur an einigen, wenigen Stellen durch die suchenden Cacher beeinträchtigt.

Minimierung der Zufallsfunde

Durch den Mindestabstand von Stationen, an denen etwas gesucht werden muss, werden Zufallsfunde soweit möglich reduziert.

Exklusivität der Location

Sobald ein Cache gelegt ist und durch den Review-Prozess freigegeben wurde können an dieser Location keinen weiteren Caches auf dieser Plattform gelistet werden. Es besteht gewissermaßen ein Gebietsschutz

Nachteile

Nur begrenzte Cachedichte möglich

Durch den Mindestabstand ist es zum Leidwesen der Statistikfreunde nicht möglich in sehr geringer Entfernung eine Großzahl an Verstecken zu errichten.

Exklusivität der Location

Ist eine Location bereits durch eine andere Station besetzt, kann dort keine weitere materielle Station eingerichtet werden – sei sie noch so toll.

Das Tricksen in der Praxis

Um die notwendigen Vorgaben für den Reviewprozess einzuhalten gibt es mehrere Möglichkeiten.

Koordinatenupdate

Da ein Koordinatenupdate bis ca. 150m durch den Owner durchgeführt werden kann, könnten in diesem Bereich Updates ohne Reviewer-Einfluss vorgenommen werden, nachdem der Cache gelegt wurde. In diesem Fall werden sich wahrscheinlich die FTF-Jäger bedanken, wenn sie an den Falschen Koordinaten suchen.

Ungenaue Koordinaten für die Stages

Werden die Koordinaten der nachfolgenden Stages/dem Final unterwegs aus vorgefunden Informationen berechnet Kann der Reviewer bei der Freigabe nicht die Richtigkeit der eingereichten Koordinaten überprüfen.

QTA anstatt SOM

Da die Question to Answer als nicht materielle Station nicht von der Abstandsregel erfasst wird, nutzen einige Owner diesen Waypoint-Typ, um Problemen mit der Abstandsregel aus dem Weg zu gehen. So wird eine Stage of a Multicache (materielle Station) als Question to Answer im Listing geführt.

Vorsicht beim Tricksen

Stellt ein Reviewer im Nachhinein fest, dass im Listing getrickst wurde, kann er darauf bestehen den Cache/die betroffenen Stationen so umzubauen, dass die Mindestabstände eingehalten werden. Sollte dies nicht möglich sein, droht die Archivierung des Caches.

Dazu ist es nicht nötig, dass der Reviewer vor Ort die Sachlage prüft. Oft reichen schon beschwerden anderer Cacher aus.

Das Problem in der Praxis

Wenn man einen Cache legen möchte, ist es – vor allem in Gebieten mit ohne hin schon hoher Cachedichte – schwierig festzustellen, ob nicht bereits Stationen eines anderen Caches in dem Gebiet liegen. Der Abstand zu

Der Abstand zu einfachen Traditionals lässt sich noch recht einfach ermitteln, da diese an den in Ihrem Listing angegeben Koordinate liegen.

Der Abstand zu Waypoints anderer Multi-/Mystery-Caches kann eine größere Herausforderung darstellen. Nicht immer ist man dazu in der Lage, Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad zu lösen oder hat die notwendigen Ausrüstungen zur Verfügung. Wenn dieser Waypoint im Listing nicht mit angezeigt wird, hat man keine Chance, diese in seine Planungen mit einzubeziehen.

Auf gibt es hin und wieder mal sehr lange Multis/Mysteries, die man wegen der hohen Entfernung der Startkoordinaten nicht bei der Planung eines neuen Caches beachtet.

So kommt es immer wieder vor, dass Owner viel Zeit, Geld und Mühe in die Ausarbeitung eines tollen Caches stecken, um dann festzustellen, dass die geplante Locaction bereits seit langem durch eine Station eines anderen Caches blockiert ist. So kann ein Projekt scheitern, wenn ein Umplanen nur schwer oder gar nicht möglich ist.

So kommt es dann häufig vor, dass Owner diesen Cache nur auf anderen Plattformen listen oder Geocaching.com ganz den Rücken kehren.

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