Immer noch ein ungelöstes Problem beim Geocaching

Durch Zufall habe ich in einer regionalen Geocaching-Gruppe auf Facebook einen Beitrag gelesen, der dort geteilt wurde. Ein Anouncement eines Events in Wuppertal-Cronenfeld wurde dort geteilt:

Anouncement auf Geocaching.com


„Uns Geocachern wird noch einmal eine Chance eingeräumt, ein Geocachingverbot in Remscheid und Wermelskirchen abzuwenden…

Folgendes steht dort zu lesen:

AUS GEGEBENEM ANLASS UND BERGISCHEM ZUSAMMENHALT FÜR UNSER HOBBY FÜR ALLE EINE MITTEILUNG:
„Aus gegebenem Anlass, möchten wir dringend darauf aufmerksam machen,
dass ab einbrechender Dunkelheit, keine Caches in Remscheider und Wermelskirchener Waldgebieten gesucht werden sollen.
Falls dieses nicht eingehalten wird, müssen wir damit rechnen, das alle Caches in diesen Gebieten abgeräumt werden müssen.“
Und das wäre wirklich schade.
Dorothea – Hedwigeule
BITTE SEID SO NETT UND TEILT DIESE INFORMATION IN EUREN CACHERKREISEN.“

Quelle: Anouncement auf Geocaching.com 

…aber nur wenige bekommen es mit, weil die Information nicht an der richtigen Stelle kundgetan wird.

Ich kenne zwar die aktuellen Hintergründe nicht, aber grundsätzlich finde ich es gut, dass man über diesen Weg versucht, viele regionale Geocacher zu erreichen. Doch ein Anouncement erreicht nur diejenigen, die an den Event teilnehmen oder es auf der Wachtlist haben. In diesem Fall sind dies in der Summe keine 100 Accounts.

Selbst Beiträge, die in den regionalen Facebook-Gruppen geteilt werden, werden nur niedrige zweistellige Leserzahlen erreichen.

Bedenkt man, dass das Event nicht direkt in der betroffenen Region liegt, es aber eine durchaus aktive Cachersszene in den beiden betroffenen Städten gibt und mit einigen aktiven und einigen beliebten Nachtcaches für ein sehr großes Einzugsgebiet vom Ruhrgebiet bis zum Raum Köln/Bonner attraktiv sind, wird schnell deutlich, dass die Information nur einen Bruchteil derjenigen erreicht, die die betroffenen Geocaches noch „auf der Liste“ haben.

Ein solcher Hinweis müsste an prägnanter Stelle direkt im Listing der betroffenen Caches platziert werden und selbst dann werden diese häufig nicht wahrgenommen, da gerade bei einfachen Geocaches, die gerne mal als Beifang mit kleineren Umwegen mitgenommen werden, kaum ein Blick ins Listing verschwendet wird.

Aus meiner aktiven Zeit bei Umweltcacher.de weiß ich, welch ein schwieriges Unterfangen es ist, mehrere Parteien an einen Tisch zu bekommen und eine gemeinsame Lösung zu entwickeln.

Ich hoffe nicht, dass Remscheid und Wermelskirchen einen ähnlichen Weg gehen, den die Nachbarstadt Solingen bereits 2013 gegangen ist. Dort hatte man auch nachdem dort einige wenige vergeblich gegen Windmühlen gekämpft haben den Weg eines Geocaching-Verbotes beschritten, nachdem man sich in Naturschutzgebieten nicht an das Wegegebot gehalten hat.

 

Und Groundspeakt hat immer noch nichts gelernt

Schon mehrfach wurde über diese Problematik, dass wichtige Informationen nicht im notwendigen Umfang in der Geocaching-Community gestreut werden können berichtet. Es könnte so einfach sein…, aber Groundspeak schafft es trotz aktuell rund 50 Reviewern nicht einmal aktuell bestehende Geocaching-Verbote oder Einschränkungen im eigenen Groundspeak-Wiki zu pflegen.

Screenshot Groundspeak Wiki

Screenshot Groundspeak Wiki

So kommt es immer wieder vor, dass neue, unerfahrene Geocacher sich die Mühe machen, einen Geocache auszuarbeiten, um dann zu erfahren, dass ein Gebiet vollständig gesperrt ist, selbst wenn man sich an das Wegegebot in Naturschutzgebieten hält.

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