Wald gesperrt – So einfach ist das

Geocaching-VerbotAktuell sind es zwar nicht wir Geocacher, die für den Unmut von Waldbesitzern gesorgt haben, sondern professionelle Pilzsammler, doch die Konsequenz und die Mittel, mit denen der Kreis Euskirchen in der Eifel gegen die Störfaktoren vorgegangen ist, ist beeindruckend.



Weitreichende Einschränkung

„Zusätzlich zum Schutz von Wild und Pilzbeständen wurden in diesem Jahr nicht nur die Gebiete entlang der Waldwege gesperrt. Erstmals war es auch untersagt einige Wege zu begehen.“

Quelle: ksta.de, gleicher Artikel auch in der Kölnischen Rundschau

Es wurde also nicht nur das unerwünschte gewerbliche Pilzsammeln verfolgt oder unterbunden, oder das Betreten der Wälder abseits der Wege eingeschränkt, sondern sogar das Begehen der Wälder auf den ausgewiesenen Wegen zwischen dem 01. August und dem 31. Oktober verboten. Als Grund für die Waldsperrung wird in den Artikeln mit der Brunftzeit des Rotwildes argumentiert, aber auch auf die klare Zielsetzung der Sperrung, das gewerbliche Pilzsammeln zu unterbinden, verwiesen.

Jetzt das Pilzsammen, als nächstes das Geocachen?

Sicher zielen die aktuellen Regelungen nicht auf uns Geocacher ab, doch wird auch in dem Artikel wieder der Bezug zu unserem Hobby als Störquelle hergestellt.

Niemand habe etwas dagegen, dass man durch den Wald wandere, aber dass man beim Geocoaching kreuz und quer durch das Gelände laufe, Pflanzen ausgrabe oder den Hund frei laufen lasse, gehe ebenso wenig wie das gewerbliche Pilzsammeln.

Quelle: ksta.de, gleicher Artikel auch in der Kölnischen Rundschau

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass dort zumindest überlegt wird, wie man unser Hobby dort einschränken kann. Ich hoffe nicht, dass es ähnlich läuft, wie es bereits in Köln begonnen hat.

Paralellen zum Kölner Geocachingverbot

Damals hatte ich hier darüber geschrieben, das das Slacklining in Köln in der neuen Kölner Stadtverordnung verboten werden soll und hatte Parallelen zu unserem Hobby aufgezeigt. Einige Wochen später musste ich leider hier darüber berichten, dass der überarbeitete Entwurf der neuen Kölner Stadtverordnung auch Einschränkungen bzw. weitreichende Geocaching-Verbote vorsieht.

Aufgabe für einen Geocaching-Verein?

Vielleicht kann sich ja einer der inzwischen immer zahlreicheren Geocaching-Vereine dem Thema dort annehmen, um auf Augenhöhe Vorurteile auszuräumen und im Bedarfsfalle bei Problemen zur Seite stehen?

Nachtrag 22.10.2014 17:20:
Die Seite der Nordeifel Tourismus GmbH weist aktuell auch darauf hin, dass im Kreis Euskirchen einige Waldstücke gesperrt sind.

Der Kreis Euskirchen bietet hier Übersichtskarten an, wo welche Waldstücke gesperrt sind, und vor allem für welche Wege von der Sperrung ausgenommen wurden.

3 Gedanken zu “Wald gesperrt – So einfach ist das

  1. Pingback: DSM061 – Vibrator | die schweigende Mehrheit

  2. Eigentlich ist fast jedem klar, dass man auch im Wald einige Regeln befolgen sollte. Ob Geocacher oder nicht, schon als Kind hat man doch, gut sofern man vielleicht einen Wald vor der Tür hat, eingetrichtert bekommen, dass man im Wald auf den Wegen bleibt und nicht kreuz und quer über durch die Waldgebiete marschiert.

    Allerdings habe ich auch schon Geocaches gesehen, die Mitten im Wald versteckt sind, sodass man gar nicht anders kann. Hier ist vor allem an die Vernunft neuer Owner zu appellieren, dass die die Regel beim Bergen eines Caches berücksichtigen und immer wieder darauf hinweisen. Ansonsten kommt es immer mehr zu einem Verbot unseres Hobbys. Wie sieht es denn aus, wenn Bereiche ausgeschlossen werden? Gibt es denn Vereine/Vertreter oder HQ an sich, dass sich der Sache annehmen? Oder können Geocaches einfach ausgeschlossen werden und keiner wehrt sich dagegen?

    Ich grüße 🙂

    Steffen

  3. Drama, oder nicht? Mein Nachtcache war auch mal im abgesperrten Wald wegen Baumfällarbeiten. Da war neben Absperrbändern auch noch das Schild „Lebensgefahr“. Moral von der Geschichte? Trotz deaktiviertem Cache und Hinweis, dass Lebensgefahr herrscht, sind einige durch die Absperrungen in den Wald. Im Log stand dann, dass man hier und da über Bäume steigen musste, die quer auf dem Weg lagen und an paar Stellen Reflektoren fehlen (klar, wenn der am Baum hängt und der Baum nicht mehr da ist…).

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