Wandern von Altenberg aus entlang der Dhünn durch das Helenental zur Dhünntalsperre

Sonntag Mittag, die Wanderstiefel wollen noch ein wenig bewegt werden, bevor es am Montag wieder mit dem Rad ins Büro geht. Eine weite Anfahrt lohnt heute nicht und die Wettervorhersage war sich nicht ganz sicher, ob noch ein Spätsommertag oder ein frühherbstlicher Nachmittag werden soll. Zwei annähernd identische Routen hatte ich mir schon herausgesucht, die „Schwarzpulverroute“ und die Wanderung „Wasserroute unverDhünnt 1“.

In der Karte habe ich Euch einmal die gpx-Tracks der beiden Wanderungen und die von uns gewählte Route übereinander gelegt.

Als Startort bietet sich Altenberg an, auch wenn das für zumindest für die Schwarzpulverroute einen etwas weiteren Zuweg bedeutet, da sie am Schöllerhof startet.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

So geht es zunächst durch das beschauliche Altenberg, vorbei am Altenberger Dom. Alleine dieser ist immer mal wieder einen kleinen Abstecher wert. Gegründet 1133, bis zur Säkularisation 1803 Zisterzienser Kloster wird die ehemalige Abteikirche heute als Simultankirche genutzt. Dies bedeutet, dass die Kirche sowohl von der evangelischen als auch der katholischen Gemeinde genutzt wird.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

Damit wir den Blick vom Malerwinkel auf dem Dom genießen können, wandern wir zunächst vorbei am Altenberger Hof und dem Küchenhof in Richtung Parklplatz Märchenwald. Der Malerwinkel liegt unmittelbar an der Mauer, die früher einmal das Klostergelände der Abtei Altenberg einfriedete.

Von dort aus führt uns der Weg über den Großen Parkplatz des Märchenwaldes, über die Dhünn, der wir auf schmalen, teils felsigen Pfaden flussaufwärts wandern. Weiter entlang am Eifgen, überqueren wir diesen Nebenfluss der Dhünn an der Furt in Richtung Schöllerhof.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre
Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

Pulvermühlen im Helenental bei Altenberg

Vom Schöllerhof aus folgen wir der Dhünn durch das Helenental, wo rechts des Weges die Überreste einer ehemaligen Pulvermühle im Wald versteckt liegen. Auch im weiteren Verlauf der Strecke, vorbei an Maria in der Aue bis unterhalb des Staudamms der Großen Dhünntalsperre findet der aufmerksame Wanderer immer wieder Reste der Mühlentätigkeit in vergangenen Zeiten entlang der Dhünn: hier ein paar Mauerreste oder Fundamente, dort ein aufgelassener Mühlgraben oder zugewucherte Mühlteiche. Ich liebe es, solche Gegenden zu erkunden.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre
Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

Große Dhünntalsperre

Unterhalb der Staumauer müssen wir die Dhünn dann kurz verlassen und in Serpentinen den Berg nach Lindscheid erklimmen. Nach einem kurzen Stop am Informationszentrum „Große Dhünntalsperre“ – ein paar Informationstafeln, die in einem überdachten Bereich aufgehängt sind – genießen wir die Aussicht von dem Staudamm auf eine der größten Trinkwassertalsperren Deutschlands.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

Von der Talsperre aus sitzt uns leider die Zeit ein wenig im Nacken, so dass wir schweren Herzens direkt an der Dhünn entlang wieder in Richtung Schöllerhof laufen. Gerne hätten wir noch den Weg über den Kochshof gemacht, mit dem wir tolle Erinnerungen von verschiedenen Jugendfreizeiten verbinden.

Leider verhaspeln wir uns auf dem Rückweg ein wenig. die in den Karten Ausgewiesene Furt über die Dhünn wäre zwar mit knapp 30-40 cm Wasserstand machbar gewesen, wir entschieden uns aber dafür, einem kleinen Trampelpfad bergauf zu folgen, der uns wieder auf einen größeren Weg führte, wo wir noch einen tollen Blick auf der gegenüberliegenden Talseite versteckt im Wald liegende Hotel/Restaurant „Maria in der Au“ erhaschten.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Schnellen Schrittes erreichten wir dann auch kurze Zeit später den Schöllerhof, von dem aus wir uns wieder entlang von Eifgen und Dhünn Richtung Altenberg wendeten.

Vorbei am inzwischen menschenleeren Märchenwald erreichten wir unser Auto nach knapp 15,5 Km und 3:20 Stunden Gehzeit in der Abenddämmerung.

Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre
Altenberg - Helenental - Pulvermühle - Dhünntalsperre
Altenberg – Helenental – Pulvermühle – Dhünntalsperre

Fazit

Rund um Altenberg und Odenthal befinden sich viele beliebte Wanderwege. Gut ausgeschildert und in perfektem Zustand ist es aber oft relativ voll in der Umgebung. Gerade an sonnigen Tagen kann es schon schwierig werden, rund um Altenberg einen Parkplatz zu finden. Je weiter man von Altenberger Dom und dem Wanderparkplatz „Reisegarten Schöllerhof“ weg ist, umso mehr verlaufen sich die Ausflügler in den weiten der Bergischen Wälder.

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