Wandern von Burscheid durchs Eifgenbachtal zur Dhünntalsperre

In Tal des Eifgen zwischen Altenberg und Wermelskirchen war ich in den letzten Jahren schon häufiger unterwegs und bin nach wie vor gerne hier. Das ausgedehnte Naturschutzgebiet „Eifgenbachtal und Seitentäler“ lädt einfach zum Wandern in toller Natur ein, auch wenn die Wälder an den Hängen teilweise dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind. Gleichzeitig findet man dort immer wieder Reste von alten Mühlen, die sich in der Landschaft abzeichnenen, genauso wie die unter Denkmalschutz stehenden Reste des Stauwehres der ehemaligen Burscheider Talsperre.

Video der Wanderung vom Eifgenbachtal zur Dhünntalsperre

Diesmal hatte ich meine kleine Kamera dabei und habe unterwegs ein wenig gefilmt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Meine Winterwanderung vom Eifgenbachtal zur Dhünntalsperre

Diesmal sollte es jedoch bei einer Winterwanderung weit über das Eifgenbachtal hinaus gehen. Nachdem ich schon die Wanderwege um die Vorsperren der Dhünntalsperre erkundet habe, lockten auch die Wanderungen des Wupperverbandes auf der Dhünnhochfläche. Grob hatte ich den 13 km lange Rundweg „E3 Täler und Höhen“ mit ein paar Abweichungen angepeilt. Startpunkt sollte der Thomashof in Burscheid sein, die Staumauer der Großen Dhünntalsperre stand ebenfalls mit auf dem Plan, genauso das von der Dhünn durchflossene Helenental bei Altenberg.

Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Vom Thomashof aus geht es auf schmalen Pfaden zunächst talwärts vorbei an der Schutzhütte der Kaltenherberger Heimatfreunde. Diese Schutzhütte steht ein einem kleinen, künstlich angelegten Tümpel, der derzeit wieder renaturiert wird. Dennoch ein tolles Fleckchen Erde hier an dem Bachlauf.

Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Der weitere Weg führt mich durch den Siefen in Richtung Bökershammer. An dem ehemaligen Mühlenplatz führt eine stabile Brücke über das Eifgen auf einen breiten Forstweg. Dieser wird zur Zeit stark durch den Abtransport gefällten Fichten strapaziert, so dass ich froh über mein festes Schuhwerk bin. Zwischenzeitlich weiche ich auf einen schmalen Pfad aus, der mich bis kurz vor Markusmühle einige Meter oberhalb des Forstweges den Hang entlangführt. Von dort ergeben sich über die Hänge, an denen große Waldflächen gefällt wurden, tolle Ausblicke in das zum Teil im Nebel liegende Tal.

Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Kurz vor Markusmühle biege ich aus dem Eifgenbachtal ab in einen Seitensiefen, der mich hinauf nach Dabringhausen Limmringhausen führt. Dort erreiche ich die Dhünnhochfläche, die über die weiß verschneiten Felder einen tollen Ausblick bietet.

Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Weiter geht es vorbei an den markanten, verschieferten Hallen Wasserwerkes, welches das Rohwasser aus der Großen Dhünntalsperre aufbereitet und damit die Trinkwasserversorgung der Region sicherstellt.

Über Lüdorf wandere ich hinab ins Tal der Linnefe, einem kleinen Bach, dem ich Talwärts folge, bevor ich ihn überquere, um den letzten Hügelrücken vor der Dhünntalsperre zu überqueren.

Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Nach einem wieder steilen Anstieg durch einen schmalen Hohlweg erreiche ich Lindscheid, eine kleine Hofschaft direkt oberhalb der Staumauer der Dhünntalsperre.

Wenige Minuten später stehe ich in der Abenddämmerung alleine mitten auf der Staumauer. Vor mir die tiefschwarze Wasserfläche im Kontrast mit den verschneiten Hängen der Umgebung, hinter mir zieht der Dunst aus dem Tal der Dhünn hinauf. Dazu dämpft der Schnee alle Geräusche. Ein imposantes Erlebnis, dass mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach - Dabringhausen - Dhünntalsperre - Schöllerhof
Winterwanderung Eifgenbach – Dabringhausen – Dhünntalsperre – Schöllerhof

Ich genieße den Moment eine Weile lang bevor es für mich weiter entlang der Dhünn Richtung Altenberg geht. Kurz hinter Maria in der Au entscheide ich mich, nicht den breiten, teils befestigen Forstweg, sondern den schmalen Trail nördlich der Dhünn zu nutzen. Zwischenzeitlich stellt sich diese Entscheidung als echtes Mircoabenteuer dar. Es ist inzwischen dunkel, der Pfad zum Teil mehr als knöcheltief verschlammt, so dass ich nur sehr langsam vorwärts komme. Das knapp 1½ Kilometer lange Stück ist zudem echt kräftezehrend, aber mal hat man Glück, mal etwas Pech, Spaß hat es erst zurückblickend gemacht, nachdem die Herausforderung geschafft war.

Das Stück Richtung Altenberg-Schöllerhof geht dann in verschlammten Schuhen auf Asphalt zügig von den Sohlen und es geht merklich vorwärts. Schnell noch die Landstraße im Nebel überquert und ab der Eifgenfurt geht es wieder ins enger werdende Eifgental, wo ich ebenfalls auf breiten Forstwegen bis zur Eifgenburg schnell vorwärts komme. Dort biege ich wieder in Richtung Thomashof ab, wo ich nach 16 Kilometern in 4½ Stunden und 545 Höhenmetern in winterlicher Landschaft wieder am Auto ankomme.

Geschafft und Glücklich nach der Winterwanderung

Die Eindrücke dieser Wanderung vom Eifgenbachtal über die Dhünnhochfläche zur Dhünntalsperre werden mir für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Die Stille der verschneiten Landschaft, das Knirschen des Schnees unter den Wanderschuhen, der Dunst der alles in eine mystische Stimmung hüllt, waren einfach perfekt.

Links zum Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.