Von wandernden Häusern und der GPS Genauigkeit

Trackaufzeichung eines ruhenden GPS-Gerätes über 1:45Wer kennt es als Geocacher nicht, man steht an den besagten Koordinaten, das GPS zeigt eine Entfernung von 0 Metern bis zum Ziel, doch man findet im näheren Umfeld nichts. Also heißt es, den Suchradius ausweiten. Doch woran liegt dass?

Meist liegt es daran, dass sowohl das GPS des Versteckenden, als auch das des Suchenden nur bedingt genau sind.

Um einmal zu zeigen, welche Auswirkungen die GPS-Genauigkeit hat, habe ich mein Dakota 20 einmal auf der Fensterbank platziert und eine Trackaufzeichnung gemacht.

Die Genauigkeit lag durchgehend bei < 8 Metern. Davon ausgehend, dass sich die Fensterbank mitsamt dem angebauten Haus nur wenig bewegt, werden die Abweichungen über die Zeit ausschließlich aus der GPS-Ungenauigkeit resultieren

Über einen Zeitraum von 1:45 Stunden summierten sich die Abweichungen der Messungen auf eine Wegstrecke von 470 Meter.

Auffällig ist in meinem Fall, dass die Spannweite der Messwerte in Nord-Süd-Richtung weit höher ausfallen, als die in Ost-West-Richtung – 71 Meter gegenüber 20 Metern. Vermutlich ist dies u.a. der Bebauung im näheren Umfeld und damit dem freien Blick auf die Satelliten geschuldet.

Auf eine statistische Aufbereitung der Daten verzichte ich an dieser Stelle, da die Datenbasis zu klein ist – alleine die Grafik vermittelt einen Eindruck davon, wo man je nach Zeitpunkt mit der Suche begonnen hätte, wenn man sich alleine auf die Koordinaten des GPS verlassen hätte.

0:2 Chirp vs. Guidlines

Nachdem bei JR schon das 0:1 für die gc.com Guidelines gegen das Chirp von Garmin erzielt wurde, hat mich der Artikel dazu inspiriert, das Spiel noch etwas weiterzuführen.

Bisher ist das Chirp nur jenseits des Ozeans zu haben und sorgt dort schon für gewaltige Wellen  genauso wie in der grünen Hölle.

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Garmin zwitschert via ANT

ATR_GARMIN_GPSGarmin hat auf Basis des Übertragungsprotokolls ANT+, dass bereits für die drahtlose Kommunikation mit diversem Zubehör wie z.B. Herzfrequenzsensoren, aber auch von Gerät zu Gerät genutzt wird, ein neues Gadget fürs Geocachen entwickelt.

Auf dem Chirp können beliebige Informationen hinterlegt werden, die gesendet, sobald sich ein kompatibles Gerät in der Nähe befindet. Zurzeit sind dies das Dakota 20, Geräte aus der Oregon-Serie, das GPSMAP 62s/62st und das GPSMAP 78s. Auf den Geräten muss die Drathlosfunktion aktiviert sein, um die Daten zu empfangen.

Die Lebensdauer der Batterie soll bis zu einem Jahr betragen, die Reichweite zur Kommunikation liegt bei max. 10 Metern.

Im amerikanischen Garmin-Shop ist der Chirp aktuell für $ 22,99 USD zu haben, in der deutschen Version ist bisher nur die Produktvorschau zu sehen.

Sicherlich ist dieses Gadget eine weitere nette Spielerei, für die es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten geben wird. Spontan fallen mir Dinge ein, wie Cachehinweise erst vor Ort zu geben, zusätzliche Informationen oder Rätsel, Multistages, die sich außerhalb der Reichweite von Muggeln befinden, bei niedriger T-Wertung für viele zugänglich machen…

Man muss aber Bedenken, dass man, sollte ein solches Gadget bei weiter Verbreitung einen weiteren Bruch durch die Cachergemeinde treiben wird. Zukünftig wird dann zwischen Garmin-Cachern und übrigen Cachern unterschieden.

Neben SpontanHandyGelegenheitsCachern hält man sich auch die Cacher vom Hals Cache fern, welche mit einem GPS der falschen Marke unterwegs sind.

Bleibt abzuwarten, wie Groundspeak darauf reagiert. Ist bei entsprechender Verbreitung vielleicht ein neues Attribut nötig?

Praxistest: Multicachen mit der Firmware 3.15 (Beta) auf dem Dakota 20

Wie bereits gestern geschrieben unterstützt das Garmin Dakota mit dem Firmwareupdate auf 3.15 Beta jetzt auch Multicaches etwas besser. Heute hatte ich etwas Zeit, um dieses Update in der Praxis zu testen.

Sobald ein Geocache als Ziel gewählt ist, wird im Geocaching-Menü der neue Button „Enter Next Stage“ angezeigt – interessanterweise nicht nur bei Multicaches, man kann auch bei Tradis zusätzliche Stages angeben.

Button Next Stage

Mit einem Klick auf diesen neuen Button kann man neue Koordinaten eingeben, die umgehend als neues Ziel gewählt werden. Die Software legt jetzt einen neuen Cache an, der immer „Next Stage“ heißt. Jedesmal, wenn ich neue Koordinaten für eine Station eingebe, wird dieser Cache „Next Stage“ überschrieben.

KoordinateeingabeCache Next StageNavigation Next Stage

Dieser Cache beinhaltet wie gewohnt das Listing, die Logs und Hints des ursprünglichen Caches. Diese sind wie von den Traditionals bekannt, recht einfach aufzurufen.

Cache Listing Next Stage

Ändere ich den Status des Caches „Next Stage“, z.B. auf „Gefunden“, wird der Cache „Next Stage“ wieder durch die Software gelöscht und der ursprüngliche Cache entsprechend gekennzeichnet.

Fazit:

Die Multicache-Unterstützung der Firmware 3.15 Beta für das Garmin Dakota macht das Multicachen etwas komfortabler, da das Listing immer einfach zu erreichen ist, ist aber letzten Endes nur ein in die Software implementiertes Workaround. Eine richtige Verwaltung der zu einem Multicache gehörigen Waypoints fehlt leider.

Die Screenshots sind nachträglich entstanden, daher stammen die großen Entfernungen.

Strassennavigation mit OpenStreetMap auf dem Garmin Dakota 20

Duch den Artikel über die Strassennavigation mit dem Oregon 400t in Marks Cacheblog habe ich meine OSM-Deutschland-Karte auf meinem Dakota 20 einmal auf diese Funktion getestet.

Geladen habe ich die Karte „DE:All_in_one_Garmin_Map“ auf einer SD-Karte im Gerät.

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JENTRO BT-GPS-8

Nachdem mich vor wenigen Tagen das Jagen-Suchen-Finden-Fieber beim ersten – wenn auch erfolglosen – Geocachen mit dem Bekannten einmal infiziert hatte, sollte nun die notwendige Navigationshilfe her, da das Thema Geocachen von alleine den Weg zurück in die tiefsten und dunkelsten Schubladen finden würde.

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