Drachenfels Königswinter

Wohl kaum ein Berg in Europa wird häufiger bestiegen als der Drachenfels in Königswinter bei Bonn. Direkt am Rhein gelegen, hebt sich dieser sagenumwobene Berg des Siebengebirges bis auf 320 m über NHN. Auch wir sind immer wieder gerne dort und verbinden tolle Erinnerungen mit diesem Ort.

Köngswinter - Drachenfels - Burgruine
Köngswinter – Drachenfels – Burgruine

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Legenden zum Drachenfels

Der Legende nach hat Siegfried am Drachenfels einen gefürchteten Drachen besiegt und in dessen Blut gebadet, welches ihn unverwundbar machte. Diese Legende ist ein Teil der Nibelungensage.

Vom Rheinland aus kommend, bildet der Drachenfels mit Schloss Drachenburg und der Burgruine Drachenfels den Auftakt zum romantischen Mittelrheintal mit seinen unzähligen Burgen, Burgruinen, historischen Dörfern und Städten inmitten der großartigen Landschaft, welche vom Weinbau geprägt ist.

Aufstieg zum Drachenfels

Der Drachenfels ist grundsätzlich nur zu Fuß oder mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands zu erklimmen. Von Königswinter aus sind es circa 210 Höhenmeter, auf einer Strecke von rund 2 Km, die es zu ersteigen gilt. Der bekannteste Weg ist von der Talstation der Zahnradbahn aus den Eselweg hinauf. Dieser führt über die Nibelungenhalle und Schloss Drachenburg bis zur Drachenfels-Terrasse. Dieser Weg ist durchgängig ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Für Kinder bis 40 Kg gibt es zwischen Ostern und Oktober samstags, sonntags und feiertags sowie in den Ferien bis auf freitags die Möglichkeit ab der Talstation der Drachenfelsbahn mit Eseln hinaufzureiten. Mehr Informationen zum Eselreiten auf dem Drachenfels findet Ihr auf der Tourismusseite der Stadt Königswinter.

Nibelungenhalle, Drachenhöhle und Reptilienzoo

Die Nibelungenhalle am Drachenfels, etwas unterhalb von Schloss Drachenburg gelegen, wurde zu Ehren Richard Wagners 1913, pünktlich zu seinem 100. Geburtstag eröffnet. Sie umfasst eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen zum „Ring der Nibelungen“ passend zu Wagners vier Ringopern Rheingold, Walküre, Siegfried und Götterdämmerung.
Im Jahre 1933 wurde die Nibelungenhalle zu Wagners 50. Todestag um eine Drachenhöhle mit einer 13 m langen Drachenskulptur erweitert.
Darüber hinaus ist dort ein kleiner Reptilienzoo angeschlossen, in dem es verschiedene Schlangen, Echsen, Schildkröten und Spinnen aus aller Welt zu bestaunen gibt.

Schloss Drachenburg

Schloss Drachenburg ist auf ungefähr halber Höhe zum Drachenfels unmittelbar an der Mittelstation der Drachenfelsbahn. Errichtet wurde das Schloss in der Gründerzeit zwischen 1882 bis 1884 als Privatvilla des Finanzfachmanns Stephan von Sarter. Architektonisch stilführend ist der sogenannte Historismus des 19. Jahrhunderts, der sich an den Baustilen vergangener Epochen bedient.

Schloss Drachenburg kann besichtigt werden und umfasst neben den Gesellschaftsräumen der Beletage auch Räume der Privatebene des Schlosses. Die Räume sind zeitgenössisch eingerichtet und geben damit einen Einblick in die damalige Lebensweise.

Neben den Räumlichkeiten ist auch der Schlosspark und die Schlossterrasse in Richtung Rheintal beeindruckten, bietet sie doch einen imposanten Blick über den Rhein bis hinüber zur Burgruine Rolandseck.

Auf Schloss Drachenburg locken immer wieder tolle Veranstaltungen, wie beispielsweise der Weihnachtsmarkt, der die Besucher in die Zeit des 19. Jahrhunderts entführt. Inspiriert von Charles Dickens werden im Schloss und seiner Umgebung die Geister der Weihnacht erweckt und Gaukler, Musikanten, Zauberer sowie historische Händler füllen das Schloss mit Leben.

Auch das Schlossleuchten im Januar/Februar auf Schloss Drachenburg ist sehenswert, wenn abends das Bauwerk in ein ganz besonderes Licht getaucht wird. Schaut einfach mal auf der Webseite von Schloss Drachenburg vorbei. Auch die Führungen lohnen sich.

Köngswinter - Drachenfels - Schloss Drachenburg Weihnachtsmarkt
Köngswinter – Drachenfels – Schloss Drachenburg Weihnachtsmarkt

Drachenfels-Plateau

Ich selbst kenne das Drachenfelsplateau noch aus meiner Jugend in den 1980er Jahren. Damals wurde es von einem von einem mächtigen Restaurant- und Terassenbau aus Waschbeton dominiert. Klar gab es dort auch Kaffee, Kuchen, Waffeln und Speisen. Aber auch schon damals als Kind empfand ich den Bau dort als monströs und wenig einladend, was wenig verwunderlich war. Dieser Bau war in den 1970er Jahren im Stil des damals modernen Brutalismus errichtet worden.

Zwischen 2011 und 2013 wurde das gesamte Plateau des Drachenfelses neu gestaltet. Im Sommer lädt ein Biergarten mit kühlen Erfrischungen und kleinen Snacks zum Verweilen ein, im Restaurant gibt es leckere Speisen, Kaffee und Kuchen. Die Preise des gastronomischen Angebotes sind fair, vor allem, wenn man die ausgesetzte Lage auf dem Drachenfels bedenkt, und es schmeckt. Informationen zum kulinarischen Angebot und Preise findet Ihr unter Der-Drachenfels.de.

Großartig ist auch die große Freitreppe mit Sitzstufen, auf denen man nach dem Aufstieg Picknicken und die großartige Aussicht auf das Tal des Rheins genießen kann.

Ganz besonders freut mich, dass es das automatische Marionettentheater am Drachenfels noch gibt. An einen solchen Automaten, der mit Bewegten Puppen die Siegfriedsage erzählt, kann ich mich noch lebhaft aus meiner eigenen Kindheit erinnern.

Köngswinter - Drachenfels - Blick vom Drachenfelsplateau Richtung Mittelrheintal
Köngswinter – Drachenfels – Blick vom Drachenfelsplateau Richtung Mittelrheintal
Köngswinter - Drachenfels - Schloss Drachenburg
Köngswinter – Drachenfels – Schloss Drachenburg

Ruine der Burg Drachenfels

Oberstes Ziel auf dem Drachenfels, dass bei einer Besteigung über den Eselweg oder mit der Zahnradbahn nicht fehlen darf, ist die Ruine der Burg Drachenfels. Diese ist zwar nur zu Fuß zugänglich und nicht für Kinderwagen, Bollerwagen oder Rollstuhl geeignet, aber der Blick von einer der Aussichtsplattformen ist einfach grandios. Bei gutem Wetter kann man von dort bis zum Kölner Dom sehen.

Die Zahnradbahn zum Drachenfels

Nicht nur für Besucher, die den steilen Weg per Pedes zum Drachenfels scheuen, ist die Drachenfelsbahn ein echtes Highlight. Auch jeder andere, der sich für Geschichte oder Technik nur ansatzweise interessiert, wird von der Drachenfels Zahnradbahn begeistert sein. Die Strecke ist zwar nur rund 1,5 Km lang, bewältigt aber über 200 Höhenmeter bei einer maximalen Steigung von 20% und das seit 1883. Dabei hat sie Bahn seit der Eröffnung über drei Millionen Kilometer zurückgelegt.

Bei der Fahrt in den nostalgischen Zügen kann man dem Fahrer direkt über die Schulter auf die steile Strecke sehen.

Übrigens haben wir hier noch einen zwei Tipps für Euch:

  • Im Obergeschoss der Talstation steht eine kleine Modellbahn der Drachenfelsbahn. Der Eintritt hierfür ist kostenlos, dafür das die Bahn fährt ist ein Münzeinwurf erforderlich.
  • Die Werkstattführungen durch die Werkstatt der Zahnradbahn vermitteln einen guten Eindruck, davon welcher Aufwand betrieben wird, um dieses technische Meisterwerk zu erhalten. Diese Möglichkeit gibt es aber nur an wenigen Terminen im Jahr.

Mehr Informationen zur Drachenfelsbahn wie Fahrpläne und Preise findet Ihr auf der Webseite der Drachenfelsbahn.

Wie kommt man zum Drachenfels?

In Königswinter gibt es eine Vielzahl an Parkmöglichkeiten und ist über die Bundesstraße B 42 an die Autobahn A 59 angebunden, aber auch von der Autobahn A 3 durch das Siebengebirge in ein paar Minuten erreicht. Mit der Bahn ist man auf der Rheinschiene mit der RB 8 und der RB 27 schnell von Bonn aus in Königswinter. Alternativ kann man auch die RB 48 nach Bonn Mehlem nutzen und vom dortigen Bahnhof zum Rhein wandern und mit der Fähre übersetzen.
Die letztere Möglichkeit ist übrigens ein echter Tipp, da man von Mehlem aus einen tollen Blick auf das Rheinpanorama mit dem Drachenfels im Hintergrund hat.

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